Woher kommt der Kreuzschmerz?

Kreuzschmerzen treten sehr häufig auf und betreffen die Mehrzahl der Bevölkerung zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben.

Die häufigsten Ursachen sind eine Überlastung der Rückenmuskeln und -bänder (Ligamente). Auslösende Faktoren sind z.B. schweres Heben, Vornüberbeugen und Drehen oder das zu lange Verharren in einer Position. Alle diese Bewegungen können einen vorbestehenden Rückenschaden verschlimmern.

Andere schwerwiegendere Ursachen für Kreuzschmerzen können z.B. eine Bandscheibenschädigung, eine Verengung des Rückenmarkkanals (Spinalkanalstenose), ein degenerativer Verschleiß (Spondylose), ein Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) oder Wirbelfrakturen sein. Selten sind  Infektionen (Spondylitis/Spondylodiszitis) oder Tumoren (gut- oder bösartig), Meistens treten Kreuzschmerzen akut auf. Diese Schmerzen sind, wenn sie nicht bis in Beine oder Füße ausstrahlen „gutartig“ und vergehen meistens auch ohne Therapie nach 6 Wochen. Chronische Schmerzen sind lang anhaltend und bestehen manchmal ein Leben lang. Gelegentlich können auch chronische Schmerzen akut aufflackern.

Gelegentlich ist der Schmerz auch mit Störungen der Bein-Nerven (neurologischen Ausfällen), wie z.B. Taubheit, Kribbelgefühlen oder Muskelschwäche verbunden. Neurologische Störungen, die einer sofortigen diagnostischen Abklärung und meist auch Therapie bedürfen, sind Fehlfunktionen der Blase und des Enddarms, Fußheberschwäche oder -lähmung oder starken Symptomen, die sich nicht innerhalb weniger Tage bessern.

Diagnostische Abklärung der Kreuzschmerzen

Nicht immer sind Schmerzen, die im unteren Rücken empfunden werden, durch ein Problem an der Wirbelsäule verursacht. Daher sind Kreuzschmerzen auch keine einfache Blickdiagnose, sondern bedürfen einer sorgfältigen körperlichen und neurologischen Untersuchung.

Neurologische Untersuchung

Neben Bewegungsprüfungen der Wirbelsäule ist bei Ausstrahlungen eine neurologische Untersuchung notwendig, um eine Schwäche der Beinmuskeln, eine Abschwächung von Reflexen, Empfindungsstörungen und Funktionsstörungen der Nerven aufzeigen. In seltenen Fällen ist eine fachneurologischen Mituntersuchung zur Elektromyografie (EMG) oder Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (ENG) erforderlich.

Laboruntersuchungen

Vermutet man eine Infektion oder ein tumoröses Grundleiden erfolgen Laboruntersuchungen.

Bildgebende Verfahren

Einfache Röntgenaufnahmen zeigen mit am besten die Form der Wirbelsäule und geben erste Hinweise für das Ausmaß eines Verschleißes. Beim akuten Rückenschmerzen sind sie Röntgenaufnahmen in aller Regel nicht erforderlich. Bei längeren Schmerzen oder Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall ist eine Kernspinuntersuchung (MRT) am sinnvollsten. 

Die Ergebnisse der körperlichen und neurologischen Untersuchung, zusammen mit der apparativen Diagnostik werden sorgsam gewertet, um dann der abschließenden Diagnose nahe zu kommen.

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